Fragen zur medizinischen Betreuung
Institut Chiari & Siringomielia & Escoliosis de Barcelona
1.1 DIAGNOSE
1.1.1 Können Sie die Diagnose Arnold-Chiari Typ I / idiopathische Syringomyelie / idiopathische Skoliose bestätigen?
Um eine oder mehrere dieser Diagnosen zu bestätigen, müssen Sie sich den folgenden Zusatzuntersuchungen unterziehen und uns diese anschließend zusenden:
Zerviko-okzipitale MRT
Thorakale MRT
Sakrokokzygeale MRT (in Bauch- und Rückenlage)
Telemetrie in Frontal- und Seitenansicht
Sobald Sie die Untersuchungen haben, können Sie sie zusammen mit den Befundberichten über das Internet über die Seite https://wetransfer.com/ senden – als RAR-, ZIP- oder PDF-Dateien – oder per Post als CD-Kopie.
Unsere Spezialisten werden Ihnen dann eine Fernbewertung Ihres Falles geben und Ihnen mitteilen, ob ein Besuch zur abschließenden Diagnosestellung notwendig ist.
1.1.2 Ich habe das Arnold-Chiari Syndrom Typ I– warum brauche ich MRTs der Brust- und Lendenwirbelsäule und eine Röntgenaufnahme der Wirbelsäule?
Denn laut unseren Studien ist diese Pathologie häufig mit anderen Erkrankungen des Rückenmarks verbunden, und zur Bestätigung der Diagnose benötigen unsere Spezialisten ebenfalls diese Untersuchungen.
1.1.3 Was bedeutet das Wort „idiopathisch“?
(Vom Griechischen „idios“ = eigen, und „pathos“ = Leiden). Eine Krankheit, die für sich selbst besteht, unabhängig von jedem anderen krankhaften Zustand.
Der Begriff bezeichnet eine primäre Pathologie, ohne bekannte andere Ursache.
Bisher galt die Syringomyelie, sofern sie nicht sekundär oder Folge eines Traumas oder eines Tumors war, als primär oder von unbekannter Ursache; dasselbe galt für die Skoliose, wenn sie weder traumatisch, noch tumorbedingt, noch neuromuskulären, angeborenen oder degenerativen Ursprungs war.
Dr. Royo Salvador hat mit seiner Theorie die Erklärung für den Ursprung beider Pathologien eingeführt: die anomale Zugwirkung des Filum terminale (gemeinsame ätiopathogenetische Ursache).
1.1.4 Ich habe Hydrozephalus und Arnold-Chiari-Syndrom Typ I – kann ich mit dem Flugzeug reisen? Können Sie meinen Hydrozephalus behandeln?
Die Möglichkeit, mit dieser Diagnose zu fliegen, hängt vom klinischen Zustand jedes einzelnen Patienten ab. Bevor Sie diese Entscheidung treffen, sollten Sie unbedingt Ihren behandelnden Arzt konsultieren.
Unser Dienst ist neurochirurgisch ausgerichtet und befasst sich auch mit der Diagnose und Behandlung von Hydrozephalus, jedoch bieten wir für diese Erkrankung keine exklusive oder von anderen neurochirurgischen Diensten abweichende Lösung an.
Falls der Patient nicht aus Barcelona stammt, empfehlen wir bei Hydrozephalus, sich an ein medizinisches Zentrum in seinem Heimatgebiet zu wenden, da der Eingriff einer ventrikuloperitonealen Shunt-Implantation, der in diesem Fall angezeigt ist, eine postoperative Nachsorge erfordert, die nicht angemessen aus der Ferne erfolgen kann.
1.1.5 Was sind das „Neuro-kranio-vertebrale Syndrom“ und die „Filum-Krankheit“?
Die Filum-Krankheit oder das Neuro-Kranio-Vertebrale Syndrom ist die Bezeichnung, die wir verwenden, um alle klinischen Ausprägungen zu beschreiben, die mit einer abnormalen Zugwirkung auf das Rückenmark durch ein übermäßig straffes Filum terminale einhergehen.
Solche klinischen Manifestationen können einem Arnold-Chiari-Syndrom Typ I, einer idiopathischen Syringomyelie, einer idiopathischen Skoliose oder auch anderen Erkrankungen entsprechen.
1.1.6 Meine Skoliosekurve beträgt mehr als 40º-50º – wird die Operation ihr Fortschreiten aufhalten?
Ab einem Krümmungsgrad von 40º bei idiopathischer Skoliose hängt die Wirbelsäulenverkrümmung nicht mehr nur von der durch das straffe Filum terminale ausgeübten Zugkraft ab, sondern auch von der Schwerkraft.
Mit der Behandlung durch das SFT (Syndrom des Filum terminale) kann das Fortschreiten der Krümmung zwar zum Stillstand kommen, sie kann sich jedoch auch weiterhin verschlechtern – allerdings in der Regel langsamer als ohne Behandlung.
In solchen Fällen wird unser Ärzteteam die am besten geeignete postoperative Maßnahme für den Patienten bewerten, konkret: Physiotherapie, Rehabilitation und/oder Korsett.
1.1.7 Da meine Skoliosekurve mehr als 50º beträgt, indizierten Orthopäden und Traumatologen eine Wirbelsäulenversteifung. Warum und wann (vorher oder nachher) muss ich mich der Durchtrennung des Filum Terminale (DFT) unterziehen?
Unser Team arbeitet mit idiopathischer Skoliose aus neurologischer und neurochirurgischer Perspektive. Bei der idiopathischen Skoliose leidet das Rückenmark, weil es im Wirbelkanal unter Spannung steht. Mit dem SFT (Filum-Terminale-Syndrom) wird diese Spannung des Rückenmarks beseitigt, und die vom Filum terminale ausgehende Kraft, die die Krümmungen verursacht, verschwindet.
Diese Maßnahme ist in allen Fällen grundlegend. Wenn möglich, ist es am besten, die SFT-Behandlung vor einer knöchernen Versteifung der Wirbelsäule durchzuführen, um das Risiko einer Paraplegie zu vermeiden, das durch die Versteifung entstehen kann – denn die Zugkraft auf das Rückenmark nimmt beim Aufrichten der Wirbelsäule zu.
Wenn der Patient jedoch bereits operativ versteift wurde, ist es dennoch empfehlenswert, das SFT-Verfahren durchzuführen, da es die Spannung des Rückenmarks lindert, die durch ein abnorm gespanntes Filum terminale in Kombination mit der durch die Aufrichtung des Spinalkanals zusätzlich entstandenen Zugkraft verursacht wird.
1.1.8 Wenn ich Skoliose habe, warum muss ich eine Magnetresonanz machen lassen?
Unser Institut ist neurochirurgisch ausgerichtet und untersucht sowie behandelt die Skoliose aus der Perspektive des Rückenmarks innerhalb der skoliotischen Wirbelsäule.
Wir benötigen Magnetresonanztomographien (MRT), um den Zustand des Rückenmarks in den Wirbeln zu beurteilen.
Die Telemetrie hingegen erlaubt ausschließlich die Beurteilung des knöchernen Teils der Wirbelsäule.
1.1.9 Sind diese Diagnosen bei Kindern selten?
Wie bei Erwachsenen ist die Diagnose der Filum-Krankheit (FK) mit Arnold-Chiari-Syndrom Typ I, Syringomyelie und/oder idiopathischer Skoliose im Kindesalter keineswegs selten – im Gegenteil, sie betrifft weitaus mehr Patienten, als man bisher angenommen hatte.
Tatsächlich ist die Diagnose bei Kindern schwieriger als bei Erwachsenen, da sie einerseits ihre Symptome oft noch nicht genau beschreiben können und andererseits bildgebende Diagnostik per Magnetresonanztomographie – aufgrund der Notwendigkeit einer Sedierung bei Säuglingen – meist nur bei starkem Verdacht oder zufälligen Befunden (im Rahmen anderer Untersuchungen) durchgeführt wird. Die tatsächliche Häufigkeit könnte daher noch höher sein als die bisher festgestellte.
In unserem Zentrum haben wir bei über 250 Kindern im Alter von 0 bis 10 Jahren mit den oben genannten Diagnosen eine FK festgestellt, darunter bei über 70 Kindern im Alter zwischen 0 und 5 Jahren.
1.1.10 Kann die Diagnose von Bandscheibenvorfällen und Bandscheibenprotusionen mit der Filum-Krankheit in Verbindung stehen?
Der Anstieg des intradiskalen Drucks in der Wirbelsäule infolge der axialen und kaudalen Zugkraft auf das Rückenmark führt dazu, dass bereits unterhalb der normalen Belastung der Faserring (Anulus fibrosus) der Bandscheiben reißen kann.
Aus diesem Grund treten Bandscheibenvorwölbungen (Protrusionen) und Bandscheibenvorfälle (Hernien) häufiger auf, wenn sie mit der Filum-Krankheit oder dem Neuro-Kranio-Vertebralen Syndrom in Verbindung stehen, wie sie mit dem Filum System diagnostiziert werden.
1.2 INDIKATION EINER CHIRURGISCHEN BEHANDLUNG
1.2.1 Was soll ich tun, wenn ein Facharzt die Anwendung einer chirurgischen Behandlung indiziert?
Die Operationsindikation muss nach einer detaillierten Fallstudie und unter Berücksichtigung aller Faktoren bewertet werden, darunter mögliche Diagnosen und Behandlungen, das Alter des Patienten, die Lebensqualität, die Erwartungen usw.
1.2.2 Wann wird die Anwendung des chirurgischen Protokolls des Filum System® bei der Filum-Krankheit empfohlen?
So früh wie möglich, sobald die Krankheit erkannt wird, um die Ursache zu beseitigen und das Fortschreiten der Pathologie zu stoppen. Sobald die Diagnose der Filum-Krankheit gestellt werden kann, bedeutet dies das Vorliegen einer körperlichen, insbesondere neurologischen und fortschreitenden Verschlechterung.
1.2.3 Gibt es Fälle von asymptomatischen Patienten mit anatomischer Darstellung der Erkrankung (auf MRTs und Röntgenaufnahmen)?
In keinem Fall haben wir asymptomatische Patienten gefunden: Bei über 3000 Erstuntersuchungen in unserem Zentrum konnten wir stets bei der körperlichen Untersuchung oder in der Anamnese Zeichen oder Symptome der Pathologie feststellen, die unbemerkt von Patient und medizinischem Personal auftreten.
Nach unserer klinischen Erfahrung gibt es verschiedene Typen von Patienten mit der Filum-Krankheit:
Patienten mit vielen Symptomen und/oder Zeichen, aber geringer anatomischer Ausprägung der Pathologie
Ohne spezialisierte Untersuchung mittels Magnetresonanztomographie und Radiologie bleibt bei vielen Patienten dieses Typs die Diagnose aus (z. B.: sehr leichte Tonsillenabsenkung des Kleinhirns; Ischämie-/Ödemsignal im Rückenmark als Ausdruck einer Prä-Syringomyelie; weniger als 10º Abweichung der Wirbelsäulenkrümmung bei Skoliose). Dies verzögert üblicherweise die Diagnose und Behandlung, mit dem Risiko einer weiteren neurologischen Verschlechterung.
Patienten mit wenigen Symptomen/Zeichen, aber starker anatomischer Ausprägung der Pathologie
Einige Patienten entdecken zufällig bei einer MRT, dass sie die Krankheit haben. Wenn sie jedoch glauben, keine Symptome zu haben, entscheiden sie sich oft gegen eine Behandlung, weil sie denken, ihre Lebensqualität sei ausreichend (da sie nicht wissen, wie diese ohne Krankheit wäre). Dennoch sollte in solchen Fällen das FS® so früh wie möglich angewandt werden, da eine physische Verschlechterung immer vorliegt und zusätzlich das Risiko besteht, dass ein Symptom (meist Kraft- und Sensibilitätsverlust im Kopf und an den Extremitäten) oder eine unbemerkte Schädigung sich verschlimmert – was nach Beginn möglicherweise irreversibel ist. Außerdem kann die Tonsillenabsenkung des Kleinhirns (DAC) oder ein intramedullärer Zysten (KIM) das Risiko einer Hirnstammkompression im Foramen magnum bergen. Durch die Zugkraft entsteht Spannung und eine Einwirkung, die über die Beeinträchtigung der Lebensqualität hinausgehen und sogar lebensbedrohlich sein kann (plötzlicher Tod).
Patienten mit Symptomen/Zeichen, aber ohne anatomischen Befund
In einigen Fällen wurden Patienten mit FK diagnostiziert, bei denen keine anatomische Ursache für klinisch sehr ähnliche Befunde gefunden wurde (Beispiele: Impaktion der Kleinhirntonsillen, Arnold-Chiari-Syndrom Typ 0; klinisches Neuro-Kranio-Vertebrales Syndrom). Dank der gründlichen Untersuchung unserer Spezialisten auf Ebene Gehirn, Hirnstamm und Rückenmark und nach Ausschluss anderer komorbider Erkrankungen empfehlen wir die Anwendung des FS® mit ausgezeichneten Ergebnissen.
Patienten mit schwerer anatomischer Ausprägung und scheinbar ohne Symptome
Viele Neurochirurgen, die das FS® nicht anwenden, schlagen vor, mit einer Operation zu warten, bis Symptome auftreten – manchmal sogar bei schweren Tonsillenabsenkungen oder ausgedehnten Syringomyelie-Hohlräumen. Dies liegt daran, dass sie als chirurgische Behandlung die Dekompression oder subokzipitale Kraniektomie bevorzugen, was ein höheres Risiko mit sich bringt, dass sich die schweren anatomischen Befunde weiter verschlechtern und die klinische Situation des Patienten deutlich verschlimmern können.
Die Neurochirurgen des FS® hingegen empfehlen die operative Behandlung auch bei scheinbarem Fehlen von Symptomen, da sich gezeigt hat, dass es mit unserer Methode keine asymptomatischen Fälle gibt – zumindest nicht auf Ebene von Zeichen, Reflexen oder Funktionsstörungen. Die Krankheit ist bereits aktiv, daher wird eine möglichst frühzeitige Operation empfohlen, um bestehende Schäden ohne offensichtliche Symptome sowie weitere anatomische Verschlechterungen mit Beeinträchtigung des klinischen Zustands zu vermeiden.
1.2.4 Warum raten mir einige Neurochirurgen, mit einer chirurgischen Behandlung zu warten?
Wenn die Behandlungsoptionen beim Arnold-Chiari-Syndrom Typ I die Dekompression oder subokzipitale Kraniektomie und bei der idiopathischen Syringomyelie die Syringotomie sind, wird in einigen Fällen eine Beobachtung statt einer Intervention empfohlen.
Es handelt sich hierbei um größere chirurgische Eingriffe, die im Vergleich zu anderen Behandlungsmöglichkeiten derselben Pathologie mit hohen Risiken und häufigen Komplikationen verbunden sind.
Wenn die Erkrankung die Lebensqualität des Patienten nur wenig beeinträchtigt und die Symptome nicht schwerwiegend sind, halten sie eine Operation für nicht notwendig.
1.2.5 Gibt es Fälle, in denen empfohlen wird, mit der Anwendung des Filum System®® zu warten??
Das chirurgische Protokoll zur Durchtrennung des Filum terminale nach der Gesundheitsmethode FS® bei der Filum-Krankheit geht in der Regel mit einem minimalen Risiko einher.
Es wurde lediglich eine sehr geringe Möglichkeit für Infektionen oder Hämatome an der Operationswunde festgestellt, wie es auch bei anderen chirurgischen Eingriffen der Fall ist.
Daher empfehlen wir die Anwendung so früh wie möglich, um die bereits in den Geweben stattfindenden Schäden zu beseitigen – in allen Fällen, in denen die Krankheit diagnostiziert wurde –, bei einem minimalen chirurgischen Risiko, das im Vergleich zur Krankheit nahezu null ist.
1.2.6 Wie wirken sich das Filum System®, Dekompressions- und Syringostomieoperationen auf die Filum-Krankheit aus?
Das FS® beseitigt die Ursache der Pathologie, nicht deren Folgen, und hat das Ziel, das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen.
In vielen Fällen, obwohl die Maßnahme nicht direkt auf die Krankheitsfolgen einwirkt, können wir eine Rückverlagerung der Kleinhirntonsillen, eine Verringerung der Syringomyelie-Höhle oder eine Begradigung der verdrehten Wirbelsäule beobachten. Durch eine frühzeitige Operation unterbrechen wir die Verschlechterung der Symptome und fördern die Besserung jener, die zum Zeitpunkt des Eingriffs noch reversibel sind.
Andererseits beseitigen die subokzipitale Dekompression und die Syringotomie nicht die Ursache der Pathologie (Syringomyelie, Skoliose und idiopathische Arnold-Chiari-Malformation, assoziierte Ätiologie), nämlich die abnorme Zugkraft, die durch ein übermäßig gespanntes Filum terminale verursacht wird, sodass die Erkrankung aktiv bleibt.
Dies erklärt, warum die Symptome nach einigen Jahren nach einer subokzipitalen Dekompression zurückkehren (Artikel von Rick Labuda zur Studie: „Hindbrain decompression for Chiari-syringomyelia complex“ von Hayhurst C. et al.).
1.2.7 Ich habe das Arnold-Chiari Syndrom Typ I mit/ohne Syringomyelie: Ihre Spezialisten empfehlen die Durchtrennung des Filum Terminale, während ein anderer Neurochirurg eine Kraniektomie (Dekompressions-OP) empfiehlt. Haben Sie Fälle, bei denen eine Kraniektomie nach der Durchtrennung des Filum Terminale angewandt wurde?
Bei über 1000 Patienten, die mit unserer Filum System®-Methode operiert wurden, haben wir es in keinem Fall für notwendig gehalten, eine erneute Operation mittels subokzipitaler Kraniektomie durchzuführen.
Wir wissen, dass einige unserer mit der SFT behandelten Patienten, die ihre irreversiblen Folgeschäden oder Restschäden verbessern wollten, eine Zweitmeinung einholten und dabei eine subokzipitale Kraniektomie empfohlen wurde, ohne dass sich ihre Symptome verbesserten.
Im Gegenteil haben wir jedoch viele Patienten behandelt, die zuvor eine oder mehrere Kraniektomien hatten und sich nach der SFT-Operation deutlich verbessert haben.
1.2.8 Wovon hängt der postoperative Verlauf ab?
Es hängt von der schnellen Anwendung des FS® ab, vom chirurgischen Protokoll über das Rehabilitationsprotokoll bis hin zur jahrelangen Nachsorge.
Wir wissen, dass bei den meisten Patienten verschiedene Verbesserungen beobachtet wurden. Der Verlauf der Klinik hängt davon ab, ob die Läsionen zum Zeitpunkt der Durchtrennung des Filum terminale noch reversibel sind oder nicht.
Deshalb empfehlen wir die Anwendung, bevor irreversible Schäden durch die abnormale Spannung eines übermäßig gespannten Filum terminale entstehen.
1.2.9 Welche Operation wird nach der Filum System®-Methode bei Bandscheibenvorfällen und -protusionen angewendet?
Im Allgemeinen wurde bei Patienten mit Filum-Krankheit, die mit Diskopathien assoziiert sind, festgestellt, dass nach der chirurgischen Befreiung der Rückenmarkspannung eine günstige Entwicklung eintreten kann, mit Verbesserungen sowohl auf klinischer Ebene als auch in ergänzenden Bildgebungsverfahren.
Bei schweren Diskopathien sowie anhaltenden oder sich verschlimmernden Symptomen wird die operative Entfernung des Bandscheibenvorfalls im selben chirurgischen Eingriff oder danach empfohlen.
Bei lumbalen Bandscheibenvorfällen wird hauptsächlich die Diskektomie mittels semi-Hemilaminektomie angewendet, bei dorsalen Bandscheibenvorfällen die Transartrektomie; bei zervikalen Bandscheibenvorfällen besteht die Technik in einer mittleren Diskektomie über den anterioren Zugang mit Einsetzen einer Transplantation oder einer Interkörperbox.
1.3 CHIRURGISCHER EINGRIFF
1.3.1 Wie wird der chirurgische Eingriff der Durchtrennung des Filum terminale mit ihrer Technik durchgeführt?
Bei der minimalinvasiven SFT-Technik des Filum System® erfolgt die Durchtrennung des Bandes im Sakralbereich, ohne den Knochen zu berühren und ohne die Rückenmarkshäute öffnen zu müssen.
Die Operationswunde ist nur wenige Zentimeter groß und benötigt keine äußeren Nähte.
Bei Erwachsenen verwenden wir, sofern keine Gegenanzeigen vorliegen, eine lokale Betäubung mit Sedierung.
1.3.2 Wo wird die Narbe sein? Wird sie sehr sichtbar sein?
Sie befindet sich am Steißbein, im Bereich des Kreuzbeins, am Ende der Wirbelsäule und am Anfang der Gesäßfalte.
Sie wird kaum sichtbar sein oder mit der Zeit sogar ganz verschwinden.
1.3.3 Welche Risiken und Komplikationen kann diese Operation mit sich bringen?
Die einzigen Risiken oder Komplikationen der von unserem chirurgischen Team durchgeführten SFT können ein Hämatom oder eine Infektion der Operationswunde sein, wenn die postoperativen Anweisungen nicht korrekt befolgt werden; diese Anweisungen beinhalten unter anderem, keine körperlichen Anstrengungen im Operationsbereich zu unternehmen und die Wunde für 10 Tage nach dem Eingriff nicht zu befeuchten.
Wie bei jeder Operation kann der Erfolg auch von äußeren Umständen abhängen, die nicht zur chirurgischen Technik selbst gehören, wie zum Beispiel vom Anästhesieverlauf oder anderen exogenen Faktoren.
1.3.4 Wird sich mein Rückenmark nach dem Durchtrennung des Filum terminales im Wirbelkanal frei bewegen?
Die Durchtrennung des Filum terminale-Bandes führt zur Beseitigung der abnormen Zugkraft, die sich auf das Rückenmark und das Nervensystem der Betroffenen auswirkt;
wenn der Eingriff durchgeführt wird, wird das Nervensystem entlastet, aber kein Gewebe ändert seine Position.
Nur in wenigen Fällen kann der Medullakegel detektiert werden und die Kleinhirntonsillen sind abgesunken; mit der Zeit und sehr langsam (normalerweise Jahre nach der Operation) können sie einige Millimeter wieder ansteigen.
1.3.5 Hat das Filum terminale eine Funktion? Wird etwas passieren, wenn es durchtrennt wird?
Das Filum terminale-Band hat eine Funktion in der embryonalen Entwicklungsphase, aber nicht danach.
Deshalb ist das Durchtrennen des Bandes in der Kindheit, Jugend oder im Erwachsenenalter unbedenklich und hat keine negativen Folgen.
1.3.6 Beeinflusst das Alter des Patienten/der Patientin die Behandlung mit der Durchtrennung des Filum Terminale nach der Filum System® Methode?
Die Krankheit zeigt keine bevorzugte Altersverteilung; bei jedem Patienten verläuft sie individuell und einzigartig in ihrer Entwicklung.
In einer Stichprobe von über 800 Fällen haben wir bei Kindern eine sehr stark betroffene Rückenmark beobachtet, während andere Erwachsene kaum betroffen waren – und umgekehrt.
Was die Ergebnisse der Behandlung beeinflusst, ist die Entwicklung der Läsionen im Nervensystem, nicht das Lebensalter der Patienten.
Aufgrund dieser allgemeinen Eigenschaft der zufälligen Ausprägung der Filum-Erkrankung (mit SACH.I, SM.I, ESC.I) wird nach Festlegung der Indikation empfohlen, die Behandlung so früh wie möglich durchzuführen, um die Progression der Läsionen zu stoppen.
1.3.7 In welchem Alter fangen Sie an zu operieren? Haben Sie die Durchtrennung des Filum Terminale bei Kindern durchgeführt?
Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass die Durchtrennung des Filum terminale so früh wie möglich angewendet werden sollte, um das Fortschreiten der Krankheit zu stoppen; deshalb sollte, sobald die Pathologie der Rückenmarkszugkraft diagnostiziert wird, der Eingriff geplant werden, ohne Kontraindikationen, auch im frühen Kindesalter.
Ungefähr 8 % der von uns operierten Fälle mit minimal-invasiver Filum-Section-Technik – für Diagnosen und Diagnosenkombinationen, die zur Filum-Erkrankung gehören – sind Kinder im Alter von 0 bis 10 Jahren.
Der jüngste Patient, der von unserem Team operiert wurde, war zum Zeitpunkt der Behandlung 4 Monate alt.
Normalerweise wird bei Kindern eine Vollnarkose verwendet; die Entscheidung darüber trifft stets der Anästhesist, der für die Operation verantwortlich ist.

1.3.8 Werden Teenager mit Ihrer Technik operiert?
Von der Gesamtheit der in unserem Institut mittels minimal-invasiver Filum-Section operierten Patienten sind 9 % Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis einschließlich 16 Jahren.
In der Regel wird eine Vollnarkose verwendet. Medizinisch werden Personen ab 16 Jahren klassisch als Erwachsene eingestuft.
Sofern keine Gegenanzeigen vorliegen, erhalten sie eine Lokalanästhesie mit Sedierung.
In jedem Fall erfolgt die Bewertung und Entscheidung stets nach den Kriterien und Protokollen des Anästhesisten.

1.3.9 Werden ältere Patienten/innen anhand der Durchtrennung des filum terminales operiert? Bis zu welchem Alter wenden Sie diese Behandlung an?
Von der Gesamtheit der in unserem Institut mittels minimal-invasiver Filum-Section operierten Patienten entfallen 4 % auf Personen über 65 Jahren.
Die Philosophie des ICSEB besteht darin, operative Behandlungen anzubieten, solange der Nutzen der Intervention die Lebensqualität der Patienten verbessern kann – selbst wenn dies nur für einige Jahre ist.
Der älteste Patient, der von unserem SFT-Team operiert wurde, war zum Zeitpunkt des Eingriffs 86 Jahre alt.

1.3.10 Kann es problematisch sein, wenn der OP-Termin mit der Monatsblutung zusammenfällt?
Der Zeitpunkt des Menstruationszyklus unserer Patientinnen stellt keinerlei Nachteil dar.
1.3.11 Kann das Filum terminale wieder anwachsen?
Nach der SFT besteht die Möglichkeit eines „Re-Verankerns“ oder der Verwachsung des Endes des Filum terminale mit seiner Umgebung. Die umfangreiche Literatur zeigt, dass die Re-Verankerungsraten je nach Autor zwischen 1 und 55 % bei der internen SFT variieren (Stone und Rozzelle, 2010; Cochrane et al., 1998).
Bei der von uns verwendeten terminalen SFT-Technik, bei der die Durchtrennung an der kokzygealen Einsetzungsstelle des Filum terminale erfolgt, gibt es hierzu keine Literatur. Aus unserer Erfahrung mit über tausend Fällen dieser Technik haben wir 1 klinischen Fall von Re-Verankerung auf 1000, das heißt mit dem Wiederauftreten von Symptomen oder Zeichen der Krankheit, wegen derer der Patient operiert wurde.
1.3.12 Warum erscheint das Symbol ® neben dem Namen der Methode Filum System®?
Die hoch spezialisierte klinische Erfahrung unseres chirurgischen Teams führte dazu, dass unser Zentrum eine Reihe von ätiopathogenetischen, diagnostischen, medizinischen, chirurgischen und rehabilitativen Protokollen entwickelte, die in der medizinischen Methode Filum System® vereint sind. Die Methode wurde im Jahr 2013 mit einer eingetragenen Marke akkreditiert und garantiert die Qualität und Exzellenz der medizinischen und chirurgischen Praxis.
Das Institut Chiari & Syringomyelie & Skoliose Barcelona ist ein hoch spezialisiertes Zentrum mit einem Qualitätsmanagementsystem, das nach der Norm UNE-EN ISO 9001:2008 zertifiziert ist. Das ICSEB ist das einzige international legal befugte Zentrum, die Filum System®-Chirurgiemethode anzuwenden.
1.3.13 Es gibt eine/n Arzt/Ärztin in meinem Land, der/die sagt, dass er/sie dieselbe Operation durchführt wie Dr. Royo – kann ich ihm/ihr vertrauen?
Unsere Methode, das Filum System®, ist einzigartig und original, und derzeit gibt es keine anderen Zentren oder Neurochirurgen, die zur Anwendung zertifiziert sind. Sofern ein Arzt nicht in unserer Liste der vom Filum System® Surgery akkreditierten Zentren oder Spezialisten aufgeführt ist, seien Sie vorsichtig vor Nachahmern, die behaupten, dieselben Qualitäten zu besitzen.
1.4 ERGEBNISSE
1.4.1 Können beim Arnold-Chiari-Syndrom Typ I die tiefstehenden Kleinhirntonsillen nach der Durchtrennung des filum terminale nach oben wandern?
In den meisten bei unserem Zentrum operierten Fällen verändert sich die Senkung der Kleinhirntonsillen am Foramen occipitale und/oder am Hirnstamm zum Zeitpunkt der Filum-Sektion nicht. Was sofort verschwindet, ist der Druck auf das Nervengewebe im Foramen magnum, der die Rückenmarkszugkraft und das Risiko von kardiorespiratorischen Dysfunktionen verursacht, welche die Bereiche beeinträchtigen, in denen die kardiorespiratorischen Zentren lokalisiert sind.
Dennoch haben wir festgestellt, dass in einigen Fällen, 2-3 Jahre nach der Operation, die Kleinhirntonsillen um einige Millimeter ansteigen und sich manchmal komplett repositionieren.
1.4.2 Verschwinden die Symptome nach der Durchtrennung des filum terminale?
Die Durchtrennung des Filum terminale wird durchgeführt, um die Progression des Syndroms der Rückenmarkszugkraft zu stoppen. Die durch die Pathologie verursachten Schäden im Nervensystem können reversibel oder irreversibel sein. Symptome, die auf reversible Schäden zurückzuführen sind, also auf Gewebe, das zwar nicht funktioniert, aber nicht abgestorben ist, können sich erholen. Symptome, die durch abgestorbenes Nervengewebe verursacht werden, verschwinden nicht.
Aus diesem Grund sollte die Rückenmarkentlastung nicht verzögert werden, sobald die Ursache der abnormalen Zugkraft bekannt ist.
1.4.3 Ich habe mich einer subokzipitalen Kraniektomie unterzogen (mit klassischer oder minimalinvasiver Technik) – wird dies mein Ergebnis der Duchtrennung des Filum terminale beeinflussen?
Wenn ein Patient mit dem Arnold-Chiari-Syndrom Typ I bereits ein- oder mehrmals mittels subokzipitaler Kraniektomie operiert wurde, können die Ergebnisse einer Filum-System®-Operation (SFT) je nach reversiblen oder irreversiblen Folgeschäden sowie unter Berücksichtigung weiterer möglicher Begleiterkrankungen nur teilweise sein im Vergleich zu Patienten, die sich ausschließlich für die Anwendung der Filum-System®-Methode entschieden haben.
Das ICSEB bewertet keine subokzipitale Kraniektomie, weder mit klassischer noch mit „minimalinvasiver“ Technik, da dieser Ansatz von der Theorie ausgeschlossen wurde, auf der alle von Dr. Royo Salvador über mehr als vierzig Jahre entwickelten Studien basieren.
1.4.4 Werden die syringomyelischen Hohlräume nach der SFT verschwinden?
Die Syringomyelie besteht aus Zysten, die sich im Rückenmark aufgrund von Zirkulationsmangel durch die Filum-Krankheit bilden.
Wenn die durch das Filum terminale verursachte Zugkraft mit der FS®-Methode aufgehoben wird, hören die bereits gebildeten Hohlräume auf, sich zu verschlimmern, und es werden weniger Gewebe eingeschlossen; zudem stoppen die Ischämie oder das Ödem vorübergehend.
Im weiteren Verlauf kann man eine Entwicklung der Zysten beobachten, die im Laufe der Zeit bei den meisten Patienten zur Rückbildung und zum Verschwinden neigen, wie es Dr. M. B. Royo Salvador in seiner Doktorarbeit („Beitrag zur Ätiologie der Syringomyelie“, 22. Dezember 1992, Autonome Universität Barcelona) beschrieben hat.
1.4.5 Wird das Fortschreiten der Skoliose nach der SFT gestoppt?
Im Verlauf der Erfahrung unseres ärztlich-chirurgischen Teams wurde bei über 620 operierten Fällen mit idiopathischer Skoliose (bis November 2016 – mit oder ohne Begleiterkrankungen) festgestellt, dass die Entwicklung von Krümmungen unter 40° durch die Anwendung des Filum System® gestoppt wird.
1.4.6 Ist es möglich, dass sich die Wirbelsäule bei einer Skoliose nach der Durchtrennung des Filum terminale aufrichtet?
Es ist möglich, dass einige Patienten mit einer Skoliose von weniger als 30° nach der Behandlung eine Reduktion der Krümmung erfahren. Je nach Einzelfall kann dies spontan geschehen oder eine Unterstützung durch Physiotherapie oder das Tragen eines Korsetts erforderlich sein.
1.5 POSTOPERATIVER ZEITRAUM
1.5.1 Worauf muss ich mich nach dem Eingriff vorbereiten (Erholung, Medikamente, Rehabilitation, Nachuntersuchungen)?
Nach der minimalinvasiven Section des Filum terminale ist die wichtigste Kontraindikation, die Operationswunde für 10 Tage nicht nass zu machen, zu verschmutzen oder zu baden. Mit ärztlicher Erlaubnis kann der Patient nach dieser Zeit duschen, aber bis zu 40 Tage nach der Operation nicht baden.
Ab den ersten Tagen und abhängig von der Schmerzempfindlichkeit an der Wunde kann der Patient ab dem Tag der Entlassung ein normales Leben führen und zur Arbeit oder Schule zurückkehren, vorausgesetzt, diese Tätigkeit beinhaltet keine körperliche Anstrengung, wie das Heben von Gewichten oder das Einnehmen statischer oder repetitiver Körperhaltungen, die die Wunde beeinträchtigen könnten.
Etwa 40 Tage nach der Operation wird eine postoperative Kontrolle empfohlen, bei der ein Facharzt den Heilungszustand der Wunde beurteilt und die Erlaubnis zur Rückkehr zu normalen Aktivitäten erteilt. Dabei wird gegebenenfalls Physiotherapie, Rehabilitation und Sport empfohlen.
Die nächste medizinische Kontrolle findet ein Jahr nach der Operation statt, bei der die aktuelle Situation mit den präoperativen Untersuchungen verglichen wird, die die vorliegenden Läsionen dokumentieren.
1.5.2 Ich komme nicht aus Barcelona und bin nach der SFT bereits wieder zu Hause. Wenn ich Blut oder Eiter in der Operationswunde bemerke, können Sie mir helfen? An wen muss ich mich wenden?
Wenn Sie ein kürzlich operierter Patient sind und sich nicht mehr in Barcelona befinden, raten wir Ihnen bei jeglichen Problemen im Zusammenhang mit der Operationswunde oder einer Verschlechterung Ihres Gesundheitszustands, sich umgehend an eine Notaufnahme, Ihren Hausarzt oder einen vertrauenswürdigen Chirurgen zu wenden. Bitte informieren Sie uns stets, damit unsere Neurochirurgen die Anweisungen oder empfohlenen Maßnahmen freigeben können.
1.5.3 Wenn ich operiert werde, wie lange wird es dauern, bis ich meine gewohnten Aktivitäten wieder aufnehmen kann?
Die Operationswunde benötigt mindestens vierzig Tage, um nach der SFT richtig zu verheilen. In den ersten zehn Tagen empfehlen wir, die Wunde nicht zu befeuchten. Danach können Sie sich – mit Erlaubnis des Arztes – duschen, jedoch bis zum Ablauf von vierzig Tagen nicht baden.
Bezüglich der täglichen Aktivitäten empfehlen wir ein normales Leben ohne körperliche Anstrengungen. Das heißt, die Patienten können wieder arbeiten oder zur Schule gehen, sobald sie nach Hause zurückkehren, vorausgesetzt, dass dies keine schweren Lastenheben oder andere körperliche Belastungen beinhaltet, die den Operationsbereich beeinträchtigen könnten. Bei der Kontrolluntersuchung nach eineinhalb Monaten werden wir, falls nötig, Physiotherapie oder geeigneten Sport empfehlen.
1.5.4 Nach der Durchtrennung des Filum terminale habe ich eine deutliche Verbesserung erlebt, aber jetzt habe ich das Gefühl, dass es mir wieder schlechter geht. Was ist da los?
Im postoperativen Verlauf nach einer Filum-Terminale-Sektion können die Symptome und klinischen Beschwerden der Erkrankung Schwankungen zeigen, das heißt, sie können in Intensität, Häufigkeit und Dauer zunehmen oder abnehmen. Diese Schwankungen können episodisch auftreten oder während des ersten Monats bzw. auch noch mehrere Monate nach dem Eingriff bestehen bleiben.
Wir stellen fest, dass die überwiegende Mehrheit der Patienten nach etwa einem Jahr eine neue klinische Stabilität erreicht; einige erleben diese Stabilität bereits am ersten Tag nach der Operation, andere erst nach anderthalb bis zwei Jahren. Wir erinnern daran, dass die klinische Entwicklung und deren Phasen langfristig mit dem Facharzt beobachtet werden sollten, damit dieser objektive Veränderungen beurteilen kann.
1.5.5 Nach der Durchtrennung des Filum terminale empfahl der Arzt Physiotherapie. Wie lange sollte ich sie durchführen?
Die Indikationen und Dauer der postoperativen Rehabilitation unterscheiden sich von Patient zu Patient und hängen von vielen Faktoren ab, wie zum Beispiel: dem Ausmaß der Beeinträchtigung, der Reversibilität der Läsionen, den Möglichkeiten, ein Physiotherapiezentrum zu besuchen, den Bedingungen und verfügbaren Betreuungseinrichtungen im Herkunftsgebiet usw.
Unsere Spezialisten geben die entsprechenden Empfehlungen zur Physiotherapie bei der Kontrolluntersuchung etwa einen Monat nach der Filum-Terminale-Sektion.
1.5.6 I Ich war in einem Physiotherapiezentrum, und dort sagte man mir, dass man sich nicht um meinen Fall kümmern werde, da ich im Ausland operiert worden sei. Was kann ich tun?
Unser Institut arbeitet direkt und partnerschaftlich mit international vom FS® akkreditierten Zentren zusammen, die das exklusive Mantia-Royo-Krankengymnastikprotokoll anwenden.
Falls Ihr angeschlossenes Zentrum Ihnen nicht bei der Planung der postoperativen Behandlung helfen kann, können Sie unsere Partner kontaktieren und anschließend mit individuellen Behandlungsanweisungen nach Hause zurückkehren.
Sollten Sie diese Option aus persönlichen Gründen nicht wählen können, kann unser Chirurgieteam einen Bericht ausstellen, der eine Rehabilitationsbehandlung empfiehlt.
1.5.7 Wie sieht die langfristige klinische Entwicklung nach der Durchtrennung des Filum terminale aus?
Nach dem Eingriff kann der Patient einige Schwankungen der vorherigen Symptome erleben, bevor sich das klinische Bild auf ein neues Gleichgewicht einstellt – normalerweise innerhalb von einigen Wochen, wenigen Monaten oder bis zu einem Jahr.
Wir haben beobachtet, dass das Nervensystem die Fähigkeit besitzt, reversible Schäden und durch die Krankheit beeinträchtigte Funktionen über viele Jahre hinweg, bis zu zehn oder fünfzehn Jahren, wiederherzustellen.
1.5.8 Wie wird der klinische Verlauf mittelfristig und langfristig nach der SFT sein?
Nach dem Eingriff kann der Patient Schwankungen der zuvor vorhandenen Symptome erleben, bevor sich der Zustand auf ein neues Gleichgewicht einstellt – normalerweise innerhalb weniger Wochen, einiger Monate oder etwa innerhalb eines Jahres.
Wir haben beobachtet, dass das Nervensystem die Fähigkeit besitzt, reversible Läsionen und durch die Pathologie beeinträchtigte Funktionen über viele Jahre hinweg, bis zu zehn oder fünfzehn Jahren, zu regenerieren. Die Mehrheit der Patienten bemerkt günstige Veränderungen ihres Zustands sogar noch Jahre nach dem Eingriff.
Bei einer Minderheit der operierten Patienten, die bereits vor dem Eingriff in ihrem Allgemeinzustand oder in der Ausprägung einzelner Symptome stärker betroffen waren, mag die mittelfristige Erholung weniger zufriedenstellend erscheinen und sehr langsam sowie allmählich verlaufen. Dennoch haben wir beobachtet, dass auch bei dieser Patientengruppe eine langfristige Wiederherstellung der Läsionen möglich ist und die Prognose ebenfalls positiv bleibt.
1.6 DIE METHODE DES ICSEB UND DIE METHODE ANDERER ZENTREN
1.6.1 Wie wird die Durchtrennung des Filum terminale am Institut Chiari & Siringomielia & Escoliosis de Barcelona durchgeführt?
Die Standardtechnik unserer exklusiven Methode Filum System® für die Filum-Krankheit ist einzigartig und original unseres Instituts und basiert auf fast 50 Jahren Erfahrung ihres Entdeckers, Dr. Miguel B. Royo Salvador.
Es handelt sich um einen minimal-invasiven Eingriff, der anatomisch an jeden klinischen Fall angepasst wird, um so schonend wie möglich zu sein.
Wir hatten keine schweren Komplikationen, abgesehen von gelegentlichen Infektionen der Operationswunde oder Hämatomen.
Die traditionelle Methode der Durchtrennung des Filum terminale (SFT) mittels lumbaler Laminektomie, die etwa 4 Stunden unter Vollnarkose dauert, wurde auf 40 Minuten verkürzt, mit lokaler Betäubung und ambulantem Verfahren (bei dem nur eine Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus verbleiben muss, um den Komfort des Patienten zu gewährleisten).
1.6.2 Wird bei der Filum System®-Methode immer das gleiche Verfahren zur Durchtrennung des Filum terminale angewendet? Oder gibt es auch andere Möglichkeiten?
Je nach den unterschiedlichen Ausprägungen und der spezifischen Diagnose der Filum-Krankheit sieht das Filum System® sowohl die Standardtechnik der Filum terminale-Sektion als auch mögliche, auf jeden Einzelfall angepasste Variationen vor, zusätzlich zu weiteren Techniken, die im gleichen chirurgischen Eingriff oder in späteren Eingriffen angewendet werden können.
Beispielsweise wird bei schweren Bandscheibenvorfällen empfohlen, diese gemeinsam mit der Filum terminale-Sektion (SFT) zu operieren, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
Aus diesem Grund wird die neurochirurgische Indikation erst nach einer vollständigen Diagnostik bestätigt.
1.6.3 Worin unterscheidet sich Ihre Technik zur Durchtrennung des Filum terminale von den Techniken, die andere Chirurgen in meinem Land anbieten?
Wir wissen derzeit, dass es keine anderen Zentren gibt, die die Methode zur Behandlung des Arnold-Chiari-I-Syndroms, der Syringomyelie und der idiopathischen Skoliose anwenden; sie wird nur bei der Diagnose einer okkulten gebundenen Rückenmarkssituation eingesetzt.
Der Unterschied zu anderen Zentren liegt somit nicht nur in der operativen Methode – in unserem einzigartigen, exklusiven und exzellenten Filum System® –, sondern auch darin, wann, wie und wo operiert werden muss.
1.6.4 Warum sollte ich das Institut Chiari de Barcelona für eine Operation wählen?
Das Verständnis der Ursache der Krankheit ist in der Medizin sehr wichtig, um die beste Behandlung für jeden Patienten anzuzeigen und die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.
Sie sollten unser Institut aufsuchen, da unser Expertenteam der innovativen Theorie von Dr. Royo Salvador folgt, die zeigt, dass das Arnold-Chiari-I-Syndrom, die Syringomyelie und die idiopathische Skoliose dieselbe Ursache haben: die abnormale Spannung des Rückenmarks, die durch das Filum terminale übertragen wird.
Es gibt auch andere Pathologien oder Erkrankungen, die eine Folge dieser Spannung sind und von unserer Methode Filum System® erkannt werden. Unsere Spezialisten sind der Ansicht, dass durch die Durchtrennung dieses Bandes die Spannung, die diese Krankheiten verursacht, beseitigt wird. Zudem ist es durch die Behandlung weiterer begleitender Erkrankungen, wie Bandscheibenvorfälle oder Wirbelkanalstenosen, möglich, die verlorene Lebensqualität so weit wie möglich wiederherzustellen.
Daher sind die Nachsorge, die Anweisungen für die postoperative Pflege und die anschließende Rehabilitation grundlegende Elemente für ein ausgezeichnetes Operationsergebnis. Sie beziehen sich auf diese Diagnosen und deren mögliche postoperative Entwicklungen, wobei sie diese kennen und eine Methode anwenden, um deren Verlauf zu steuern.
1.6.5 Warum sollte ich nicht andere Chirurgen konsultieren, die in meinem Land die Durchtrennung des Filum terminale durchführen?
Nach unserem Kenntnisstand führen andere Ärzte die Durchtrennung des Filum terminale nur zur chirurgischen Behandlung der Okklusen Rückenmarkserkrankung (occult tethered cord syndrome) durch, wie diese Intervention ursprünglich konventionell entstanden ist, jedoch nicht bei anderen Erkrankungen wie der Filum-Krankheit.
Daher befürchten wir, dass die Anwendung der Durchtrennung des Bandes bei Fällen der Filum-Krankheit mit dem Arnold-Chiari-I-Syndrom, Syringomyelie und idiopathischer Skoliose – abgesehen davon, dass ihnen keine so ausgereifte Technik wie unsere zur Verfügung steht – in der Indikationsstellung und Nachsorge unzureichend sein könnte, da die Filum-Krankheit und deren potenzielle Auswirkungen auf diese Diagnosen nicht ausreichend bekannt sind..