Lebensqualität von Patientinnen und Patienten mit Filum-Krankheit und Neuro-Kranio-vertebralem Syndrom, Arnold-Chiari I, idiopathischer Syringomyelie und idiopathischer Skoliose

Am 4. Dezember 2025 präsentierte Dr. M. B. Royo-Salvador ein wissenschaftliches Poster im Rahmen des 5th International Webinar on Neuroscience and Psychiatry, das Teil der Internationalen Konferenz für Neuropsychiatrie in Paris war. Ziel der Studie war es, die neuropsychologischen Veränderungen bei Patientinnen und Patienten mit Filum-Krankheit, Neuro-Kranio-vertebralem Syndrom und damit verbundenen Erkrankungen zu beschreiben sowie deren Auswirkungen auf die Lebensqualität zu analysieren.

In dieser retrospektiven Studie wurden die klinischen Anamnesen von 372 zufällig ausgewählten Patientinnen und Patienten mit den genannten Diagnosen ausgewertet. Zusätzlich wurde bei weiteren 34 Betroffenen die selbstberichtete psychisch-emotionale Gesundheit erhoben.

Die Autoren heben in den Ergebnissen hervor, dass bei der Filum-Krankheit und den damit verbundenen Pathologien die Stimmungslage, die kognitiven Funktionen und die sexuelle Funktion beeinträchtigt sein können, zusammen mit körperlichen Symptomen wie Kopfschmerzen, Schmerzen, Instabilität, Sensibilitätsstörungen oder Kraftminderung (siehe Grafiken in Abb. 1). Viele Patientinnen und Patienten berichten, dass das Fortschreiten der Symptome die Selbstwahrnehmung der körperlichen und psychischen Gesundheit verschlechtert und dadurch auch die Lebenserwartung beziehungsweise die persönliche Lebensperspektive beeinflusst.

Gráficos de la frecuencia de los síntomas en las dos muestras de casos clínicos del estudio “Filum Disease and Neuro-Cranio-vertebral Syndrome with Arnold-Chiari Syndrome I, Idiopathic Syringomyelia, Idiopathic Scoliosis: Quality of Life.”

Abb. 1: Grafiken zur Häufigkeit der Symptome in den beiden klinischen Fallgruppen der Studie „Filum Disease and Neuro-Cranio-vertebral Syndrome with Arnold-Chiari Syndrome I, Idiopathic Syringomyelia, Idiopathic Scoliosis: Quality of Life.“ M. B. Royo-Salvador, G. Luè, 2025.

Die Folgen des assoziierten Neuro-Kranio-vertebralen Syndroms führen im sozialen und umweltbezogenen Kontext zu einer weiteren Einschränkung der Lebensqualität. Körperliche Limitierungen, neuropsychisches Unwohlsein sowie der progressive Charakter der Symptome beeinträchtigen den Alltag erheblich.

Angesichts der Studienergebnisse werden Fachärztinnen und Fachärzte eingeladen, die ätiologische Perspektive der einzelnen verbundenen Erkrankungen zu berücksichtigen, um Diagnosen besser einordnen und Fehler, Verzögerungen oder Verwechslungen vermeiden zu können. Ebenso ist es wichtig, die Patientinnen und Patienten im Genesungsprozess nach der Behandlung bestmöglich zu begleiten – insbesondere angesichts des komplexen und variablen klinischen Bildes, das durch eine kaudale Zugspannung im gesamten Nervensystem entsteht, verursacht durch ein übermäßig gespanntes Filum terminale.

Die Schlussfolgerungen der Studie unterstreichen, dass für Diagnose, Prognose, Therapie und postoperative Beurteilung alle in der Erstanamnese berichteten Aspekte berücksichtigt werden müssen. Nur so kann ein ganzheitlicher und patientenzentrierter Ansatz gewährleistet und eine Verbesserung der Lebensqualität von Betroffenen mit Filum-Erkrankung erreicht werden.

Das veröffentlichte Poster kann hier heruntergeladen werden: https://institutchiaribcn.com/de/internationale-konferenz-fuer-neuropsychiatrie-03-04-dezember-2025-paris/

Kontaktieren Sie uns