{"id":63442,"date":"2011-02-17T00:00:00","date_gmt":"2011-02-16T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.institutchiaribcn.com\/testimonios\/elvina-evseeva-kraft-der-medullaeren-traktion-syndrom-idiopatische-syringomyelie\/"},"modified":"2026-02-25T11:43:12","modified_gmt":"2026-02-25T10:43:12","slug":"elvina-evseeva-kraft-der-medullaren-traktion-syndrom-idiopatische-syringomyelie","status":"publish","type":"testimonios","link":"https:\/\/institutchiaribcn.com\/de\/elvina-evseeva-kraft-der-medullaren-traktion-syndrom-idiopatische-syringomyelie\/","title":{"rendered":"Elvina Evseeva. Kraft der Medull\u00e4ren Traktion Syndrom. Idiopatische Syringomyelie."},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Datum des chirurgischen Eingriffs: Januar 2010.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Gesundheitsprobleme begannen im November 2003, vor sieben Jahren also. Nach einem Kaiserschnitt verlor ich an nur einem Tag 17 Kilo. Zun\u00e4chst freute ich mich, das Krankenhaus rank und schlank verlassen zu k\u00f6nnen, neigte beim Laufen aber auf einmal zur rechten Seite. Da ich diesen Umstand den Nebenwirkung der Narkose zuschrieb, schenkte ich ihm weiter keine Beachtung. Ich hoffte, es sei etwas Vor\u00fcbergehendes und w\u00fcrde nach und nach verschwinden. Au\u00dferdem hatte ich gar keine Zeit mich um solche Trivialit\u00e4ten zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich fing an mich sehr m\u00fcde zu f\u00fchlen, doch dachte ich, das gehe wohl allen frisch gebackenen M\u00fcttern so \u00e4hnlich. Diese M\u00fcdigkeit war aber irgedwie nicht normal. Wenn ich mich hinlegte um auszuruhen, hatte ich nicht das Gef\u00fchl auf einer Matratze zu liegen. Es f\u00fchlte sich eher an, als ob eine bleierne Matratze auf mir l\u00e4ge und mich zerquetsche. Die Tage vergingen. Nach einiger Zeit kam es zun\u00e4chst t\u00e4glich und dann sogar mehrmals am Tag zu einem stetigen Flimmern vor den Augen, von 15 bis 17 Minuten (ich schrieb es mir auf). W\u00e4hrenddessen konnte ich kaum was sehen, musste mich hinsetzten und warten, dass es aufh\u00f6re. Der Augenarzt konnte nichts Auff\u00e4lliges feststellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach etwa einem halben Jahr sp\u00fcrte ich eine Art Ameisenlaufen im vierten Zeh, so als w\u00fcrde der Zeh einschlafen. Ich fing an den Fu\u00df abzureiben und zu massieren, dieses Gef\u00fchl ging aber nicht mehr weg. Nach und nach breitete es sich \u00fcber das ganze Bein aus, vom Zeh \u00fcber das Knie weiter aufw\u00e4rts. Die Sp\u00fcrempfindlichkeit blieb erhalten, allerdings wie durch einen dicken Stoff. Die Haut an Zehen und Fu\u00df fing an auszutrocknen und abzufallen. Keine Creme half. Meine Beine, die nun immer kalt waren, wurden d\u00fcnner und d\u00fcnner; die Haut wurde grau und fahl.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als n\u00e4chstes bekam ich heftige und besonders schmerzhafte Muskelkr\u00e4mpfe. Dazu gesellten sich eine Art Brennen in den Knochen und Schwindelanf\u00e4lle, die alles andere als normal, mit einem eigenartigen Benommenheitsgef\u00fchl einhergingen. Das Gehen im Allgemeinen fiel mir schwer, besonders aber die Koordination des rechten Beines, so dass ich mich zuhause, an der Wand Halt suchend, fortbewegte, die Beine schwer wie zwei Marmors\u00e4ulen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Besuch beim Neurologen brachte nicht viel. Es ist ziemlich unangenehm sich an diese Augenblicke zu erinnern. Die \u00c4rztin h\u00f6rte mich an, pr\u00fcfte die Flexibilit\u00e4t meiner Wirbels\u00e4ule, indem sie mich aufforderte meine Nase mit den Zehen zu ber\u00fchren, piekste mich, kratze mich mit verschiedenen spitzen Gegenst\u00e4nden, fragte wie alt ich sei, wie alt mein Sohn sei und gab mir schlie\u00dflich den \u201eguten Rat\u201c, mir nicht alles so zu Herzen zu nehmen, dem Ganzen weniger Aufmerksamkeit zu schenken und sie nicht wegen solcher Nichtigkeiten zu st\u00f6ren. Ich verlie\u00df die Sprechstunde unter Schock. Im Flur brach ich in Tr\u00e4nen aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Monate sp\u00e4ter konsultierte ich eine angeblich sachkundigere Neurologin. Sie h\u00f6rte sich meinen Fall an, untersuchte mich aber nicht weiter, sondern schrieb nur \u201eMS\u201c in meine Krankengeschichte und verschrieb mir Milgamma. Das war\u00b4s!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zeit verging, und zu der Liste meiner Beschwerden addierten sich Schw\u00e4chanf\u00e4lle und allmorgendlicher Brechreiz. Angesichts dieser zunehmenden Verschlechterung meines Zustandes, blieb mir nichts anders \u00fcbrig, als die Z\u00fcgel in die Hand zu nehmen, und mich selbst um meine Gesundheit zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich wandte mich also an das Diagnostische Zentrum von Samara, hier in meiner Heimatstadt. Trotz der vielen Proben und Tests konnten die Spezialisten nichts feststellen. Sie waren der Meinung, alles sei in Ordnung, da die diagnostische Untersuchung nichts ergab. Als ich eine \u00dcberweisung zur MRT verlangte, sagten sie: \u201eGlauben Sie wirklich schlauer zu sein als wir, \u00c4rzte? Wir wissen doch gewiss besser, was gut f\u00fcr sie ist.\u201c Ganz zu schweigen davon, dass all diese Untersuchungen bezahlt werden mussten und nicht gerade billig waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sp\u00e4ter stellte ich fest, dass ich mit dem rechten Auge immer schlechter sah. Ich merkte es sofort, da ich normalerweise auf beiden Augen gleich gut sehen konnte. Wenn ich mich auf die rechte Seite legte, begann so ein Surren im rechten Ohr, ziemlich stark, so als l\u00e4ge ich mit dem Ohr auf einem Transformatorkasten. Deshalb konnte ich nicht gut schlafen und legte mich nur widerwillig hin. Ich hatte R\u00fccken- und Nackenschmerzen, meine Arme und Beine taten weh und manchmal hatte ich Not zu atmen. In der K\u00fcche schaffte ich es gerade mal zwei, drei Teller abzuwaschen und schon war ich hundem\u00fcde. Es fiel mir schwer Arme und Schultern zu heben. Immer \u00f6fter fiel ich hin. Meine Beine gaben nach und ich fiel einfach zu Boden. Am schwierigsten aber war es, auf die Fragen meines kleines Sohnes \u2013 warum bist du hingefallen, Mami? \u2013 zu antworten. Ich setzte ihn auf den Boden neben mich, lachte und sagte ihm seine Mama sei so tollpatschig wie ein Elefant im Porzellanladen und falle deshalb hin. Die W\u00f6rter \u201etollpatschig\u201c und \u201eElefant\u201c am\u00fcsierten ihn sehr. Er lachte und ging spielen. Irgendwie schaffte ich es mich aufzuraffen, schleppte mich zum Sofa und schlief auf der Stelle ein. Es fiel mir aber zunehmend schwer meinen Zustand zu verheimlichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zeit verging, und mir ging es von Tag zu Tag schlechter. Mein K\u00f6rper fing an einen \u00fcblen Geruch auszud\u00fcnsten, der mich ein bisschen an verdorbenes Fleisch erinnerte. Ich verlor so viel Haar, dass ich Angst hatte mich zu k\u00e4mmen. Da ich Schwierigkeiten beim Schlucken hatte und das Essen nur m\u00fchsam hinunterkriegen konnte, vermied ich es, mich mit meiner Familie zu Tisch zu setzen. Essen war zu einer reinen Tortur geworden. Jedes Mal nachdem ich das Essen gekaut hatte, und es hinunterschlucken wollte, fragte ich mich, was jetzt passieren w\u00fcrde. Im Schlund angekommen, bewegte sich die Nahrung nicht weiter, und ich musste warten, dass die Rachenmuskulatur ihre Arbeit aufnehme und den Bissen vom Rachen in die Speiser\u00f6hre transportiere. Sollte dies nicht passieren, musste ich aufpassen und das Essen rechtzeitig herauszuw\u00fcrgen oder ich verschluckte mich und hustete dann krampfhaft um meine Luftr\u00f6hre zu befreien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine rechte Niere war in der gesamten Zeit ungef\u00e4hr 8 cm abgesunken, und ich sp\u00fcrte ein Ziehen und Zucken in der rechten Flanke. Lendenwirbels\u00e4ule, R\u00fccken und Schultern taten st\u00e4ndig weh. Mein ganzer K\u00f6rper f\u00fchlte sich starr und steif an. Nur mit viel M\u00fche konnte ich das rechte Bein etwa 3 bis 4 cm vom Boden heben, aber nie l\u00e4nger als ein paar Sekunden. Beim Treppensteigen war ich gezwungen das rechte Bein am Hosenbein hochzuziehen. Wenn ich zum Beispiel auf dem Sofa sa\u00df, konnte ich nicht f\u00fchlen, ob meine Beine eingezogen, gebeugt oder gestreckt waren ohne darauf zu schauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Keiner der \u00c4rzte, die ich in sechseinhalb Jahren bem\u00fchte, schenkte meinem Fall die geb\u00fchrende Aufmerksamkeit. Im Sommer 2009 wandte ich mich an die Kuvatova Klinik. Gleich am n\u00e4chsten Tag machte ich, auf eigenen Wunsch und ohne \u00e4rztliche Verordnung, MRT-Aufnahmen. Sie machten zun\u00e4chst Aufnahmen der Lendenwirbel, da sich alle meine Beschwerden anscheinend in der unteren K\u00f6rperh\u00e4lfte befanden. Es folgten Hals- und Brustwirbels\u00e4ule. Danach stellten sie die Diagnose: Syringomyelie. Es hie\u00df, es g\u00e4be keine Behandlung, und mit meiner Lebensqualit\u00e4t w\u00fcrde es bergab gehen. Ich m\u00fcsse durchhalten und nicht den Mut verlieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der Suche nach irgendwelcher n\u00fctzlicher Information, \u201elebte\u201c mein Ehemann praktisch ein halbes Jahr im Internet. Schlie\u00dflich fanden wir dann was wir suchten. Zun\u00e4chst konnten wir es gar nicht glauben; wir konnten nicht glauben, dass wir tats\u00e4chlich etwas gefunden hatten: Barcelona, die Chiari Klinik. Wir lasen alle Erfahrungsberichte und Briefe von bereits operierten Patienten und waren uns bald sicher, dass dieser Eingriff der einzige Ausweg aus dieser furchtbaren Krankheit sei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 26 Januar 2010 wurde ich operierten. Der Eingriff verlief gut; ich wachte aus der Narkose auf und f\u00fchlte mich wie neugeboren, munter und leicht. Die meisten Symptome waren verschwunden. Der Energieschub den ich bekam, war enorm und einfach unglaublich. Ich freute mich wie ein Kind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf dem rechten Auge war meine alte Sehsch\u00e4rfe in weniger als einer Woche wiederhergestellt. Das Ohrensausen verging gleich nach dem Eingriff. Ich hatte kein weiteres Mal Schwindelanf\u00e4lle und kein Flimmern vor den Augen. Koordinationsschwierigkeiten beim Gehen blieben aus; die Beine konnte ich heben, wie eine gesunde Person. Vor allem aber, und das war das Allerwichtigste, sp\u00fcrte ich eine unglaubliche Kraft in den Beinen, trotz der verk\u00fcmmerten Muskeln. Meine Hautfarbe war wieder normal; meine Haare, ich bemerkte es noch am Tag der Entlassung, fielen nicht mehr aus. Der R\u00fccken, besonders der Lendenwirbelbereich, tat nicht mehr weh. Na ja, ich konnte das alles kaum glauben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor der Operation musste ich beim Gehen alle drei, vier Minuten rasten; nach der Operation spazierte ich mit meinem Mann stundenlang durch Barcelona und musste nur zwei Mal in einem Caf\u00e9 haltmachen, um eine Kleinigkeit zu essen. Raten Sie mal, wer von uns beiden im Stehen a\u00df und sich kein einziges Mal verschluckte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe meine Leidensgeschichte erst ein Jahr sp\u00e4ter aufschreiben k\u00f6nnen, da es mir bis zum heutigen Tag ein Grauen ist, mich an die Zeit von 2003 bis 2009 zu erinnern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich m\u00f6chte mich an all jene wenden, bei denen diese furchtbare Krankheit diagnostiziert wurde. Willigen Sie nicht in zweifelhafte Verfahren ein, deren Folgen nicht mehr r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen sind. Suchen Sie Prof. Dr. Royo in Barcelona auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">MEINE TIEFSTE ZUNEIGUNG UND DANKBARKEIT DEN \u00c4RZTE DER KLINIK, DIE MIR DIE GESUNDHEIT UND EIN NORMALES LEBEN WIEDERGABEN.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Meine Telefonnummer: +7846 3345826<br \/>\nE-Mail: <a class=\"__cf_email__\" href=\"\/cdn-cgi\/l\/email-protection\" data-cfemail=\"6e0f1c0b0202012e030f0702401c1b\">[email\u00a0protected]<\/a><br \/>\nSkype: rusianen<\/strong><\/p>\n","protected":false},"featured_media":63443,"template":"","tipos-de-testimonio":[407],"class_list":["post-63442","testimonios","type-testimonios","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","tipos-de-testimonio-idiopatische-syringomyelie"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.1.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Elvina Evseeva: Traktionssyndrom &amp; Syringomyelie | ICSEB<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Elvina\u202fEvseeva berichtet \u00fcber ihr medull\u00e4res Traktionssyndrom und idiopathische Syringomyelie und den Behandlungsweg am ICSEB.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/institutchiaribcn.com\/de\/elvina-evseeva-kraft-der-medullaren-traktion-syndrom-idiopatische-syringomyelie\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Elvina Evseeva: Traktionssyndrom &amp; 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